
FÜR EIN WIRTSCHAFTLICHES WACHSTUM ZUR ERHALTUNG DER ARBEITSPLÄTZE
ZIELE
Schaffung neuer Arbeitsplätze durch Erhalt und Ansiedlung von Unternehmen, insbesondere solcher mit hohem Mehrwert, sowie die Aufstellung von unternehmensfreundlichen Rahmenbedingungen.
Vorrang der sozialen Partnerschaft vor staatlichem Interventionismus.
Eine bessere wirtschaftliche Kohäsion des Kantons, die sich auf ein regionales Gleichgewicht stützt.
AUSFÜHRUNGEN
Wir setzen uns für ein liberales und soziales Marktwirtschaftskonzept ein. Liberal, weil es auf Konkurrenz als eigentliches Prinzip für Wachstum gründet. Sozial, weil Konkurrenz und Wirtschaftsproduktion kein Ziel für sich, sondern ein Mittel in Händen des Menschen sind, damit er die für seine Verwirklichung nötigen materiellen Voraussetzungen schaffen kann. Der Wirtschaftsgeist soll zum Gemeinwohl und nicht allein zu persönlichem Gewinn beitragen. Die in unserem Land – und insbesondere in Freiburg – erarbeiteten Errungenschaften dienen auch zur Unterstützung von hilfsbedürftigen Personen und Familien, ohne jedoch diesen ihre Verantwortung in der Gemeinschaft abzunehmen, und ohne ihre persönliche Freiheit durch staatlichen Interventionismus einzuschränken.
Unternehmergeist und Initiative sind Grundlagen für eine dynamische und erfolgreiche Wirtschaft, welche wiederum allein den Fortbestand des Sozialsystems gewährleistet. Wir unterstützen die Einrichtung von günstigen Rahmenbedingungen für die Gründung von Unternehmen sowie für deren Niederlassung, insbesondere solcher mit grossem Mehrwert. Zu diesem Zweck setzen wir uns dafür ein, die auf den Unternehmen und vor allem auf den KMU lastenden Verwaltungskosten abzubauen.
Wir bemühen uns auch um eine Vereinfachung und Erleichterung der Zulassungsverfahren. Wir bestehen auf Beibehaltung einer qualitativ hoch stehenden Wirtschaftsförderung und einer guten Koordination zwischen den Amtsstellen zur Vereinfachung der Verwaltungsverfahren bei Unternehmensgründungen. Wir unterstützen eine Verstärkung von Anreizen, die Unternehmensgründungen und somit die Schaffung neuer Arbeitsplätze erleichtern. Wir unterstützen den Technologietransfer zu Unternehmen und KMU.
Wir verlangen eine bessere Koordination zwischen Universität, Hochschulen und Wirtschaft. Wir fordern Kanton und Gemeinden dazu auf, im Bereich der Industriezonen eine aktivere Rolle zu spielen, um die Ansiedlungsbedingungen neuer und den Ausbau bestehender Unternehmen zu verbessern. Wir unterstützen die Beibehaltung einer auf die regionalen Entwicklungspole gezielte Regionalpolitik.
Wir unterstützen die Anwendung von begleitenden Massnahmen im Kanton Freiburg; wir verlangen insbesondere eine bessere Koordination der verschiedenen Kontrollmittel auf dem Arbeitsmarkt, sowie einen vielseitigeren Einsatz der jetzigen Inspektoren (zwischen Arbeitsinspektion, Marktaufsicht, Kampf gegen Schwarzarbeit, Kontrollen zur Sicherheit auf dem Arbeitsplatz, Kontrollen zur Abfallverwaltung). Wir unterstützen die Entwicklung von flexibleren Arbeitsmarktbedingungen, wir befürworten die Festlegung von Jahresarbeitszeiten und ermuntern die Unternehmen, Sozialpläne zu erstellen. Wir unterstützen die Bemühungen der Sozialpartner, Arbeitgeber und Gewerkschaften, gemeinsam ausgehandelte Arbeitsbedingungen einzurichten, die den Unternehmen genügend Spielraum lassen, um sich auf dem Markt zu behaupten und den Arbeitnehmern ermöglichen, ein würdiges Leben zu führen, und ihren Kindern eine gute Ausbildung zu gewährleisten. Wir fördern den Abschluss von Gesamtarbeitsverträgen (GAV) sowie ihre Ausweitung auf kantonaler Ebene.
AKTIONEN
Errichtung eines SEED CAPITAL Fonds (Startkapitalfond) in Form einer Stiftung. Beteiligte sind Kanton, Gemeinden, Private. Der Fond soll primär Freiburger Projekte sowie andererseits nicht oder nur wenig unterstützte Kleinprojekte fördern. Der Fonds könnte mit einem Anteil der Steuereinnahmen von juristischen Personen geäufnet werden.
Prüfung anderer Unterstützungsformen, wie zum Beispiel zinslose Darlehen, und deren Einführung im Rahmen der zu verstärkenden Massnahmen. Die mögliche Übernahme des Bonny-Beschlusses in die regionale Kantonspolitik muss analysiert und gegebenenfalls ausgeführt werden.
Der Kanton soll in Zusammenarbeit mit den Gemeinden eine im Bereich der Industriezonen aktivere Grundstückspolitik führen, um die Bedingungen der Unternehmen zu verbessern und deren Ansiedlung zu erleichtern.