
FÜR EINE LEISTUNGSSTARKE UND ZWECKMÄSSIGE BILDUNG
ZIELE
Sicherung einer guten Schulausbildung auf allen Stufen. Förderung einer Schule, die den Erfolg aller Schüler anstrebt, unter Berücksichtigung der Fähigkeiten jedes Einzelnen.
Unterstützung der Gewährung von Ausbildungsstipendien, die es jedermann (auch Erwachsenen) ermöglichen, seine Fähigkeiten zu verbessern und einzusetzen.
Förderung des Dualsystems der Berufsbildung, insbesondere im Hinblick auf den Vollzug des neuen Bundesgesetzes.
Unterstützung der Bemühungen der Universität und Hochschulen, erstklassige Ausbildungsstrukturen anzubieten, und Förderung von Synergien zwischen diesen Institutionen.
AUSFÜHRUNGEN
Wir unterstützen und fördern die Bemühungen im Bildungswesen. Die Verwirklichung des Menschen setzt in der Tat eine anspruchsvolle und zugleich menschliche Bildung voraus, um der Jugend eine möglichst gute Eingliederung in das soziale und berufliche Leben zu gewährleisten. Die Grundausbildung, die solide Allgemeinkenntnisse beinhaltet, sowie die Spitzenforschung stellen Mehrwerte für Gesellschaft und Wirtschaft dar.
Wir setzen uns ein für die Erleichterung des Zugangs zu einer guten Ausbildung für jede Person mittels angepassten Bildungsstipendien. Ausserdem erachten wir die Bildung als wesentliche Rahmenbedingung zur Problembewältigung im Zusammenhang mit Vergehen und Gewalt.
Wir stehen für ein Schulsystem ein, welches auf der christlichen Konzeption des Menschen und auf dem Respekt seiner Grundrechte basiert. Wir anerkennen das Recht der offiziellen Kirchen auf Erteilung eines konfessionellen Unterrichts und unterstützen die Einführung eines Ethikfachs für Schüler, die vom Religionsunterricht dispensiert sind; die Integration aller Schüler setzt auch die Anerkennung von gemeinsamen Werten voraus. Wir begrüssen die Möglichkeit einer frühen Schuleingliederung der Kinder. Wir sprechen uns für die Beibehaltung der Schulnoten aus.
Wir fördern eine auf die pädagogischen Standards abgestützte interkantonale Harmonisierung zugunsten der Koordination der Bildungsstufen in der Schweiz und einer besseren Anpassung bei Wohnsitzwechsel.
Die Zweisprachigkeit ist zweifellos ein Trumpf für unseren Kanton; deshalb werten wir das Erlernen der Partnersprache als Priorität (d.h. Hochdeutsch!) und begrüssen die Einrichtung von Sprachaustauschen. Wir unterstützen den Zugang zu einer zweiten Fremdsprache.
Wir wünschen uns, dass sich die Lehrpersonen während ihrer gesamten Laufbahn weiterbilden und ihre Ansprüche gegenüber ihren Schülern hochhalten.
Wir unterstützen die Einrichtung von Lehrstellen, insbesondere durch Verminderung der administrativen Lasten, welche die Arbeit der Ausbilder erschweren. Wir unterstützen die Unternehmensvernetzung zum Zweck einer erleichterten Anstellung von Lehrlingen durch Kleinunternehmen.
Wir verteidigen die Beibehaltung des kantonalen Berufsbildungsfonds zugunsten der ausbildenden Unternehmen. Bildung und Forschung stärken die Innovationskraft unseres Kantons. Freiburg muss seinen heutigen Stand in der Schweiz als Kompetenzzentrum beibehalten, sowohl im Bereich der beruflichen und technischen Ausbildung als auch im Universitätswesen.
Wir setzen uns für eine qualitativ hoch stehende, international konkurrenzfähige und national koordinierte Tertiärausbildung ein. Die Aufwertung der wissenschaftlichen Forschung und die Wissensvermittlung bilden fundamentale Aufgaben und müssen im Rahmen der Hochschulaktivitäten gefördert werden.
AKTIONEN
Entwicklung der Zweisprachigkeit auf allen Schulstufen.
Vorschlag von durchlässigen Studiengängen.
Rasche Einführung eines zweiten Kindergartenjahres.
Koordination der Aktivitäten zwischen der Universität und den Freiburger Hochschulen.
Freistellung von Mitteln zur Erhaltung einer erstklassigen Universität und Hochschulen.
Vorbeugung von Gewalt und Drogenabhängigkeit.
Unterstützung der Vorlehre.
Förderung einer permanenten Weiterbildung.
Förderung der Schaffung von Lehrstellen.
Siehe dazu auch unser Positionspapier Erziehung und Jugend vom 14. Oktober 2010